Der dalmatinische Winter ist mild und trotzdem die Jahreszeit, in der die meisten Schäden entstehen. Das hat weniger mit Kälte zu tun als mit Feuchtigkeit, Wind und dem leerstehenden Haus. Wer im Oktober abschließt und im Mai wiederkommt, überlässt das Objekt sieben Monate lang sich selbst. In dieser Zeit passiert das, was im Frühjahr richtig teuer wird: Schimmel hinter dem Sofa, ein geplatztes Rohr, ein Dach, das die erste Bura abgeräumt hat.
1. Wasser: die größte einzelne Schadensquelle
Frostschäden gelten in Dalmatien als seltenes Problem. Zu Unrecht. Im Hinterland der Küste und in unbeheizten Häusern fallen die Nachttemperaturen sehr wohl unter null. Und ein kleines Leck, das im Sommer sofort auffiele, läuft im Winter monatelang unbemerkt.
- Hauptabsperrhahn schließen, wenn das Haus länger leer steht
- Leitungen und Boiler entleeren, besonders Außenleitungen und Gartenbewässerung
- Zuleitung zu Waschmaschine und Geschirrspüler absperren
- Siphons mit etwas Öl versiegeln, damit sie nicht austrocknen und Kanalgeruch ins Haus lassen
- Pool: Wasserstand absenken, Pumpe entleeren, Abdeckung sichern
2. Feuchtigkeit und Schimmel
Das eigentliche Winterproblem an der Adria ist die Luftfeuchtigkeit. Steinhäuser speichern sie besonders gut, und ein geschlossenes Haus ohne Luftaustausch wird über die Monate zur Schimmelkammer. Der klassische Fehler ist, das Haus vollständig zu versiegeln.
- Möbel ein paar Zentimeter von den Außenwänden abrücken
- Schrank- und Zimmertüren offen lassen, damit die Luft zirkulieren kann
- Luftentfeuchter oder Granulatbehälter in die kritischen Räume stellen
- Matratzen und Polster hochkant stellen oder abdecken
- Regelmäßiges Lüften einplanen — was nur funktioniert, wenn jemand da ist
3. Bura und Stürme
Die Bura fällt in Böen von den Bergen herunter und erreicht im Raum Šibenik regelmäßig Orkanstärke. Alles, was nicht befestigt ist, wird zum Geschoss und beschädigt im Zweifel mehr als das eigene Haus.
- Gartenmöbel, Sonnenschirme und Grill ins Haus oder in den Schuppen
- Markisen einfahren und sichern, Fensterläden schließen
- Lose Dachziegel und Regenrinnen vor der Saison prüfen lassen
- Bäume in Hausnähe auslichten, Totholz entfernen
- Satellitenschüsseln und Solarmodule auf festen Sitz prüfen
4. Strom, Technik und Sicherheit
- Nicht benötigte Stromkreise abschalten, Kühlschrank leeren und Tür offen lassen
- Klimaanlage vor dem Abschalten reinigen und Filter wechseln
- Batterien der Rauchmelder tauschen
- Wertsachen und Dokumente mitnehmen oder sicher verwahren
- Versicherung prüfen: Viele Policen enthalten Klauseln zu längerem Leerstand
5. Garten und Außenanlagen
- Olivenbäume und Hecken vor dem Winter schneiden
- Bewässerungsanlage entleeren und stilllegen
- Laub aus Regenrinnen und Abläufen entfernen, bevor der Herbstregen kommt
- Empfindliche Kübelpflanzen an einen geschützten Platz stellen
Das eigentliche Problem: Eine Checkliste ersetzt keine Anwesenheit
Alles oben Genannte lässt sich an einem Wochenende erledigen. Das eigentliche Risiko entsteht danach, in den Monaten, in denen niemand da ist. Ein Rohr, das im Januar platzt, wird zum Totalschaden, wenn es im Mai entdeckt wird — derselbe Schaden, bei einer Kontrolle zwei Wochen später gefunden, bleibt eine überschaubare Reparatur.
Deshalb steht der wichtigste Punkt jeder Winter-Checkliste nicht auf der Liste selbst: jemand, der zwischendurch nachsieht, lüftet und reagiert, wenn etwas passiert.
Das übernehmen wir
Das Winterfestmachen lässt sich einzeln buchen, ebenso regelmäßige Kontrollbesuche über die Wintermonate — mit Fotobericht nach jedem einzelnen.