Am Abend des 13. August brach in einem Waldstück an der Straße bei Lokva Rogoznica ein Feuer aus. Vom starken Wind getrieben, erreichte es noch in derselben Nacht Omiš. Bis zum nächsten Morgen hatte es sich über einen rund 23 Kilometer langen und etwa 1,5 Kilometer breiten Streifen ausgebreitet und etwa 1.000 Hektar Gras, Macchia und Pinienwald verbrannt.
Ein Mensch kam ums Leben. Fast 40 Personen wurden verletzt, mehrere davon schwer. Rund 2.500 Anwohner und Urlauber mussten evakuiert werden, ein Teil davon über See, weil die Adria-Küstenstraße gesperrt war.
Nach den vom Präfekten der Gespanschaft Split-Dalmatien veröffentlichten Zahlen wurden vollständig zerstört: 28 Häuser, 106 Fahrzeuge, 45 an Land gezogene Boote, sieben Gewerbeobjekte, drei Restaurants und sechs Nebengebäude. Weitere 43 Häuser, 20 Fahrzeuge und neun Boote wurden teilweise beschädigt. Schäden an landwirtschaftlichen Flächen, darunter Olivenhainen, sind noch nicht beziffert.
Wir schreiben das, weil Omiš und die Orte an der Küste bis Lokva Rogoznica zu unserem Gebiet gehören — und weil viele Eigentümer, die gerade nicht da sind, dieselben zwei Fragen haben: Ist mein Haus betroffen, und was muss ich tun?
Was Betroffene jetzt tun sollten
Die Reihenfolge zählt, und manche Fristen sind kurz.
1. Den Zustand festhalten lassen, bevor aufgeräumt wird.
Schäden müssen dokumentiert sein, bevor Sie oder sonst jemand mit dem Räumen beginnt. Fotos von jeder Seite, Übersichten und Nahaufnahmen, mit sichtbarem Datum und Uhrzeit, einschließlich Ruß, Hitzeschäden an Fenstern, Fensterläden, Kunststoffteilen, Klimaanlage und Leitungen. Rauchschäden im Inneren werden regelmäßig unterschätzt und lassen sich später schwer nachweisen.
2. Die Versicherung unverzüglich informieren.
Die meisten kroatischen Gebäudeversicherungen decken Feuer als Grundrisiko. Melden Sie den Schaden schriftlich und so früh wie möglich, auch wenn das Ausmaß noch unklar ist. Fragen Sie ausdrücklich nach: Rauch- und Rußschäden, Räum- und Entsorgungskosten, Schäden an Außenanlagen und — bei Vermietung — Mietausfall. Boote laufen über die Kaskoversicherung, Fahrzeuge über die Vollkaskoversicherung.
3. Die Meldefrist gegenüber der Stadt beachten.
Der Präfekt hat angekündigt, nach Abschluss der Erhebungen die Feststellung einer Naturkatastrophe (prirodna nepogoda) zu beantragen. Wird sie festgestellt, sieht das geltende Gesetz eine Meldefrist von acht Tagen ab dem Tag der Entscheidung vor, in begründeten Ausnahmefällen verlängert auf zwölf. Gemeldet wird auf dem amtlichen Formular PN bei der Stadt Omiš oder der zuständigen Gemeinde.
Zwei Punkte werden oft übersehen: Die Frist läuft ab der Entscheidung, nicht ab dem Tag des Brandes — beobachten Sie also die Bekanntmachungen der Stadt. Und die staatliche Hilfe nach diesem Gesetz richtet sich an nicht versichertes Vermögen; wer versichert ist, wird auf seine Police verwiesen. Melden Sie den Schaden im Zweifel trotzdem, denn die Erfassung bildet auch die Grundlage für die Gesamtbewertung.
4. Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht gelesen haben.
Nach Großschadenslagen fahren Betriebe herum und bieten Sofortinstandsetzung an. Seriöse Firmen haben kein Problem damit, Ihnen ein schriftliches Angebot zu geben und auf die Freigabe der Versicherung zu warten.
5. Sicherheit vor Tempo.
Brandflächen sind nicht sicher, sobald die Flammen aus sind: Glut unter Wurzeln und Steinen, instabile Bäume, beschädigte Stromleitungen, lose Felsen an Hängen, deren Schutznetze verbrannt sind. Betreten Sie Ihr Grundstück nicht, bevor die Einsatzkräfte es freigeben.
Warum es so schnell ging, und was daraus folgt
Ein Feuer dieser Art bewegt sich nicht als Front, es springt. Der Wind trägt Funken und brennende Nadeln hunderte Meter voraus, und diese Flugfeuer entzünden das nächste trockene Ding, das sie treffen. Deshalb brannten Autos an der Küstenstraße und an Land stehende Boote, während Häuser daneben stehen blieben.
Für die Vorbereitung eines Objekts heißt das: Über den Ausgang entscheidet nicht der Abstand zum Wald, sondern was in den ersten dreißig Metern rund um das Haus liegt — und ob Glut ins Gebäude gelangen kann.
-
Bewuchs am Haus: trockenes Gras kurz halten, Reisig und Schnittgut entfernen, Pinien und Zypressen direkt an der Fassade zurückschneiden oder entfernen. Oleander, Rosmarin und Lorbeer brennen heiß, sobald sie ausgetrocknet sind.
-
Dach und Regenrinnen: Nadeln und Laub aus den Rinnen und aus den Dachkehlen entfernen. Genau dort setzen sich Flugfeuer fest.
-
Öffnungen: Rollladenkästen, Lüftungsgitter, Kaminöffnungen und Dachüberstände sind die typischen Eintrittsstellen. Insektengitter aus Metall halten Funken zurück, solche aus Kunststoff nicht.
-
Alles Bewegliche: Gasflaschen, Kanister, Brennholz oder Gartenmöbel niemals an der Hauswand lagern. Holzstapel gehören mindestens zehn Meter weg.
-
Fahrzeuge und Boote: Ein Boot auf dem Trailer neben dem Haus ist ein Brandbeschleuniger mit Kunststoffrumpf und Kraftstofftank.
-
Wasser: Ein funktionierender Außenhahn mit ausreichend langem Schlauch hilft der Feuerwehr, die Ihr Haus verteidigt. Eine Zisterne oder ein Pool sind eine Ressource — wenn jemand weiß, dass es sie gibt, und wo der Zugang ist.
-
Zufahrt: Kommt ein Löschfahrzeug bis zum Haus und wieder heraus? Überhängende Äste und eine zugestellte Wendemöglichkeit können darüber entscheiden, ob überhaupt jemand kommt.
Ein nüchterner Blick in die Police lohnt ebenfalls: Ist die Versicherungssumme noch aktuell, oder stammt sie vom Kaufpreis vor zehn Jahren? Sind Nebengebäude, Pool, Außenanlagen und Inventar eingeschlossen? Gibt es Klauseln zu längerem Leerstand? Unterversicherung fällt immer erst im Schadensfall auf.
Der Punkt, den man aus der Ferne nicht lösen kann
In der Nacht zum 14. August war die entscheidende Frage für viele Eigentümer nicht, ob sie gut versichert sind. Sie lautete: Steht mein Haus noch, und weiß das jemand vor Ort?
Wenn Sie nicht in Kroatien sind, können Sie in einer solchen Nacht nichts tun. Aber in den Tagen danach entscheidet sich sehr viel: ob der Schaden vollständig dokumentiert ist, ob die Meldung rechtzeitig bei der Stadt ankommt, ob die Versicherung zügig informiert wird, ob jemand ein aufgebrochenes oder ungesichertes Objekt sichert. Und davor entscheidet sich noch mehr — ob das Gras im Juni gemäht war, ob die Regenrinne frei war, ob die Gasflasche nicht an der Hauswand stand.
Das ist keine Frage der Ausrüstung. Es ist eine Frage der Anwesenheit.
Wir können helfen
Wenn Ihr Objekt zwischen Lokva Rogoznica und Omiš liegt und Sie nicht da sind: Wir fahren hin, halten den Zustand mit Fotos fest, melden uns noch am selben Tag und unterstützen Sie bei der Schadensmeldung an die Versicherung und der Meldung an die Stadt. Für unmittelbar Betroffene ist die erste Aufnahme kostenlos.